… wenn der Zappelphilipp erwachsen wird

ADS | ADHS bei Erwachsenen

Die “Merkwürdigkeiten” des Lebens- ein Buch von Ulrike-Amanda Herzog | ADS ADHS ..

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Die Autorin beschreibt ihre Empfindungen bei der Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie hat ADHS und fragt sich warum sie seit 51 Jahren immer noch in einer merk-würdigen Wirklichkeit lebt.

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Vorab erstmal ein Gedicht der Autorin:

“Mein Leben empfinde ich, nicht Du
und ich berühre es nicht, wenn ich es nicht fühlen kann
wie ich es empfinde
und Du berührst mich nicht, wenn Du nicht fühlen kannst
wie Du es empfindest
Befrei dich von mir
und ich befreie mich von Dir
damit Du fühlst, was Du empfindest
und ich fühle, was ich empfinde
damit wir das Leben gemeinsam berühren können
Du in Deiner und ich in meiner Wirklichkeit.”

Kostprobe aus dem Buch:

aus “Merkwürdigkeiten des Lebens“, von Ulrike- Amanda Herzog

Vor dem Leben steht der Struwwelpeter mit den Figuren, die er zwar empfindet, aber nicht fühlen kann. Das Leben bezieht Stellung und ist bereit, ihnen zu erklären, wer sie sind und was ihre Aufgabe ist.
Links neben dem Struwwelpeter steht die Figur, die mit dem Feuer spielt, rechts die, die ihre Suppe nicht essen will. Hinter ihnen machen drei schwarze Figuren ihren Schabernack, daneben weint eine Figur um ihre beiden Daumen und eine andere liegt stöhnend vor Schmerzen auf der Krankenbahre. Wir sagen nichts ohne unsere Anwälte rufen sie im Chor. Anwaltsbüro Angst mit seinen besten Mitarbeitern Hass, Neid, Gier und Wut stehen ihnen in dieser Handlung beiseite.
Es steht geschrieben, dass alle Figuren, ohne Ausnahme, aufmerksam zu sein haben. Das Leben erhebt sich und spricht: „Die Figuren, die hier vor mir stehen, erhalten mit ihrer Energie den Struwwelpeter. Heute steht er hier mit seinem verfilzten langen Haar, in denen sich Unmengen von Parasiten tummeln. Seine Fingernägel zerkratzen nicht nur ihn selbst, sondern auch die anderen, die sich ihm nähern.“
„Nein, der Struwwelpeter und seine Figuren sind nicht schuldig,“ ruft ein Mitarbeiter des Anwaltsbüros Angst. „Die anderen waren es, die sie zu dem gemacht haben, was sie sind. Sie haben immer nur die Liebe gesucht, aber nirgends gefunden.“
„Wie wahr, wie wahr,“ antwortet das Leben. „Der Weg zur Liebe ist voller Hindernisse. Der, der seine Suppe nicht essen will und die die mit dem Feuer spielt, setzen ihr Leben aufs Spiel, weil sie die Erinnerung an ihre Empfindungen suchen. Die, die mit dem Feuer spielt, hat Angst vor dieser Erinnerung und zündet sich an, bis sie zu Asche wird. Der, der seine Suppe nicht isst, möchte sich erinnern, beraubt sich jedoch selbst der Nahrung und kann sich nicht erinnern. Mit dem Feuer des Geistes sind die Empfindungen verbrannt und ohne Suppe bekommen sie keine Kraft. Im Namen der Evolution möchte ich Dir, die mit dem Feuer spielt, raten, dass Du dein außer Kontrolle geratenes Feuer nicht an Deine Nachkommen weitergibst. Bedenke, dass es Deine Empfindungen verbrennt, aber sorgsam behütet, kann ein Feuer Deine Kinder wärmen und erhellen.“ Dann wandte sich das Leben an den, der seine Suppe nicht isst und sprach: „Bewege Dich und suche Dir dein Rezept für die Suppe. Erwarte aber nicht, dass sie auch den anderen schmeckt, und zwinge Deine Kinder nicht dazu, sie zu essen.“
„Reich ist der, der sich erinnert und seine Empfindungen nicht verbrennt.“ „Reich ist der, der für seine Suppe sein eigenes Rezept hat und seine Empfindungen fühlen kann.“
Die Vertreter des Anwaltbüros schweigen. Was sollen sie dem auch entgegensetzen. Stattdessen meldet sich die Figur ohne Daumen zu Wort. Mit weinerlicher Stimme fragt sie das Leben, was ihr vorgeworfen wird: „Ich entfache doch kein Feuer und esse meine Suppe.“
Das Leben schaut traurig auf die Figur ohne Daumen und antwortet: „Du hast verlernt, Dich zu erinnern. Als du es noch konntest, wurde es Dir verboten und heute verbietest Du es Dir immer noch. Du empfindest, wie ein Kind und lebst versteckt hinter der Maske eines Erwachsenen. Dort verspielst Du Deine Empfindungen. Du steckst mit deinen großen Füssen in Schuhen, die Du als Kind getragen hast, und Dein gestrickter Pullover ist viele Nummern zu klein. Nicht nur die Daumen hat der Schneider dir genommen, nein, er hat Dich in die Welt geschickt mit einer viel zu engen und kurzen Hose. Und so wanderst Du mit zu klein gewordenen und lächerlichen Kleidern auf dem Pfad einer längst vergangenen Kindheit. Ich rate Dir, stricke Dein Leben neu, suche Dir Schuhe, in die Deine großen Füße passen, und zieh Dir eine Hose an, die weder zu eng noch zu kurz ist. Erst dann wirst Du Deine Daumen wieder fühlen und bewegen können. So gehe hin und lerne, Dich zu erinnern.“
Die Vertreter des Anwaltsbüros schauten sich betroffen an und schwiegen. Da hatten sie sich wochenlang auf diesen Prozess vorbereitet und jetzt war all ihre Arbeit überflüssig. Keine Strafe und Verurteilung. Sie verstanden die Welt nicht mehr.
Die auf dem Krankenbett liegende Figur wimmerte vor Schmerz und wendet sich mit leiser Stimme an das Leben: „Du siehst doch, wie ich leide. Was habe ich Böses getan. Ich war doch nur schneller als die anderen und habe sie geschlagen, bevor sie mich schlagen konnten.“
„Ja“, antwortete das Leben. „Du hast so viel Angst vor den Erinnerungen, dass Du Dich nicht traust, hinzuschauen. Jetzt liegst Du hier und darfst den Schmerz, der Dir als Kind zugefügt wurde und den Du später an andere weitergegeben hast, zum wiederholten Male erleben. Erinnere Dich, wie weh es tat, als Deine Empfindungen erschlagen wurden. Fühle es. Schau Dich an, höre Dir zu und berühre das Leben. Sonst bleibst Du allein und stirbst in Deiner Einsamkeit. Habe Mut zur Angst und befreie Dich.“
Nun waren die drei geschwärzten Figuren an der Reihe. Bevor das Leben zu ihnen sprechen kann, verteidigen sie sich mit den Worten: „Hören wir nicht auf das, was uns gesagt wird und halten die Spielregeln ein. Was ist daran falsch, wenn wir die, die nicht zu uns gehören, auslachen? Wir sind gerecht zu denen, die aus unseren eigenen Reihen kommen.“
Und das Leben erwidert ihnen darauf: „Tugendhaft und fromm, aber auch hochmütig und stolz. Wer sich über mich stellt, verrät mich und lacht auch mich aus. Seid mutig und begegnet denen, die Euch fremd sind. Ihr werdet sowohl mir als auch Euch selbst ins Gesicht schauen.“
Der Struwwelpeter, der sich hinter der Fassade und unter den geraden Scheitel so vieler Menschen verstecken muss, sieht traurig aus. „Darum will keiner mit mir spielen,“ jammert er leise vor sich hin. „Und das alles nur, weil die Figuren, die mich am Leben erhalten, nicht hinschauen und fühlen. Was kann ich nur tun, damit sie aufwachen? Wer kann mir helfen?“
„Du bist unbewusst“, antwortet ihm das Leben. „Je mehr Deine Figuren unbewusst bleiben, desto gruseliger siehst Du aus. Erst wenn sich die Figuren entschließen, ihre Empfindungen zu bewerten, können sie sich fühlen. Und wenn sie sich fühlen und über ihre eigene Dummheit lachen, werden Deine Haare und Deine Fingernägel ordentlich geschnitten sein. Deine Figuren haben von mir die Freiheit bekommen, Fehler zumachen, um den Unterschied zwischen Gut und Böse zu erkennen. Nun ist es an der Zeit, dass die großen Menschen Dich und Deine Figuren kennenlernen, damit sie durch ihre Kinder befreit werden.“
Drei Figuren waren noch nicht aufgetaucht. Hans, guck in die Luft, der Zappelphilipp und der fliegende Robert. Als Erster erscheint Hans, guck in die Luft. Triefend nass tritt er vor das Leben. „Ich bin vom Weg abgekommen,“ entschuldigt er sich schüchtern. Das Leben lächelt und sagt: „Du musst auf Deine Füße und den Weg schauen und nicht in den Himmel. Suche Dir Begleiter, lasse Dich führen und nicht von Deinen Träumen verführen. Erst dann kannst Du mich berühren.“
„Da hast du ganz recht,“ ruft da der Zappelphilipp vorlaut. Auch er war zu spät gekommen, hielt es aber nicht für nötig, sich zu entschuldigen.„Ich weiß überhaupt nicht, was ich hier soll?“ Während der Zappelphilipp spricht, läuft er aufgeregt umher und reißt einen Aktenordner vom Tisch. Er ist nicht zu bändigen.
Das Leben lacht und sagt; „Anstrengend bist Du schon, aber mir blieb keine andere Wahl, als Dich in den Menschen zu erwecken. Du hast es nicht einfach, wenn die anderen sagen: „Du bist krank. Glaub ihnen nicht, denn sie haben nur Angst vor ihrem eigenen Spiegel. Lass Dich nicht aufhalten, stelle Fragen und suche die Antworten in Dir selbst.“
Das Leben erhebt sich und wendet sich nun an die Anwesenenden. „Der fliegende Robert wird nicht kommen. Er ist in den Himmel geflogen, denn er will hier auf der Erde nicht sein. Kinder, die mit dieser Figur leben, werden Autisten genannt. Je höher der Robert mit seinem Regenschirm fliegt, desto weniger wird es den Eltern gelingen, ihn zu berühren. Er ist ein Spiegel, der zeigt, wie weit sich die Menschheit von ihrem Erdendasein und mir entfernt hat und immer mehr die Beziehung zu ihrer bindenden Aufgabe zu leben verliert.“ ………..

Geschrieben von Anja Lipok

September 26, 2009 um 18:19

ADS/ADHS und der Umgang mit Geld

mit 3 Kommentaren

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Der Umgang mit Geld und Finanzen ist für viele  Betroffene mit ADS/ADHS ein großes Problem.

Sie können nicht mit Geld umgehen und haben keinen Überblick über ihre Finanzen.

Der Grund dafür ist der meist „gestöhrte“ Bezug von Menschen mit ADS/ADHS zu ihrer Umwelt.

Die Betroffenen haben ständig das Gefühl „anders“ zu sein und bekommen dies auch immer wieder als Rückmeldung von ihrer Umwelt. Der Betroffene kann sich dieses „Anders-Sein“ selbst nicht erklähren und kann es nicht richtig einordnen.

ADS-ler erhalten durch ihr Verhalten sehr wenig Bestätigung durch ihre Umwelt. Dadurch entsteht ein Defizit, dass das Selbstwertgefühl völlig aus dem Gleichgewicht bringt.

Die Betroffenen suchen – unbewußt – nach anderen Impulsen um ihr Selbstwertgefühl im Gleichgewicht zu halten.

Eine häufige „Zuflucht“ sind unkontrollierte Zwangskäufe. Die fehlende Bestätigung wird mit Konsumgütern kompensiert.

Die dadurch erreichte „Zufiedenheit“ hält allerdings nur für kurze Zeit an……… Ein neuer Impuls muß her – die „Zwangskäufe“gehen weiter …..

Den Betroffenen mit ADS/ADHS sind die Folgen ihres Handelns durchaus bewußt und sie leiden sehr darunter. Aber sie können nicht damit aufhören. – Der Wunsch nach Bestätigung ist einfach zu groß……

Durch das schlechte Gewissen wird wiederum das Selbstwertgefühl gestöhrt – Neue Bestätigung muß her ….. und alles beginnt von vorn …………….

Aus diesem „Teufelskreis“ können sich die Betroffenen nicht aus eigener Kraft befreien, – obwohl sich sich nichts mehr wünschen, denn das Bewußtsein über ihr „zerstörerisches” Verhalten „zerfrißt“ sie innerlich und sie leiden sehr darunter…………

(Hier ist noch ein recht interessanter Artikel zum Thema ASD/ADHS und Geld Link )

=> den ganzen Artikel lesen

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Demnächst:

Was kann man tun????

Geschrieben von Anja Lipok

September 12, 2009 um 06:07

Medikinet, Concerta, Stratera oder Ritalin?? Warum wirken sie so unterschiedlich??

mit einem Kommentar

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Medikamente die bei ADS/ADHS verordnet werden gibt es einige z.B.:

Equasym, Medikinet, Concerta, Stratera oder Ritalin.


Sie enthalten angeblich alle den selben Wirkstoff (Methylphenidat). Aber trotzdem kommen Betroffene mit einem Medikament gut zurecht und mit dem anderen gar nicht.


Viele haben bei Equasym, Medikinet, Concerta, Stratera nur eine unbefriedigende oder gar keine Wirkung. Ritalin funktioniert in diesen Fällen meist sehr gut.

Bei meinem Sohn war es genau so. Wir haben jahrelang alles mögliche ausprobiert. Equasym, Medikinet, Concerta …. nicht`s hat funktioniert. Es war zum Verzweifeln.

Seit mein Sohn Ritalin bekommt ist alles anders…….Auch ich (41 Jahre) nehme inzwischen Ritalin und komme damit super zurecht ….


Ich habe mich oft gefragt Woran das liegt …..??


Unser Kinderarzt hat es uns folgendermaßen erklährt:


Der Wirkstoff ist immer der Gleiche ( Methylphenidat ) und auch die Wirkungsweise ist dadurch immer die selbe.

Allerdings wird der Wirkstoff in den einzelnen Präperaten mit unterschiedlichen Trägerstoffen verarbeitet.

Und da liegt der Unterschied. Die verschiedenen Trägerstoffe werden vom Stoffwechsel unterschiedlich verarbeitet.

Equasym, Medikinet, Concerta und Stratera werden über den Darm aufgenommen. Die Voraussetzung für eine gute Aufnahme des Wirkstoffs ist eine ausreichende Nahrungsaufname. Wenn zu wenig Nahrung in Verbindung mit dem Medikament aufgenommen wird, kann der Stoffwechsel den Wirkstoff ( das Methylphenidat) nich aufnehmen und die Wirkung bleibt aus. Für Betroffene, die nicht gut frühstücken können oder unter Eßstöhrungen leiden, sind diese Präperate eher ungeeignet.

Ritalin enthält einen anderen Trägerstoff. Es wird direkt über den Magen aufgenommen. Es wirkt unabhängig von der Nahrungsaufnahme. Es ist gut geeignet für Menschen, die morgens nicht gut essen können, oder unter Eßstöhrungen leiden. Die Wirkung kann sich voll entfalten und es wird oft eine geringere Dosis benötigt, als bei anderen Präperaten. Durch die direkte Aufnahme wirkt es auch schneller.

Ich habe diese Erklährung erstmal so übernommen, weil sie mit unseren Effahrungen über einstimmt.

Wir haben außerdem die Efahrung gemacht, das Ritalin bei uns weniger appetitshemmend wirkt als die anderen Präperate.

Geschrieben von Anja Lipok

August 11, 2009 um 05:45

Krankenkasse muß ADS-Medikamente nicht bezahlen

mit 13 Kommentaren

Das Bundessozialgericht entschied in einem Urteil vom 30.Juni 2009, dass die Krankenkassen nicht verpflichtet werden können Medikamente für ADS/ADHS-Patienten (Wirkstoff Methylphenidat) zu übernehmen.

Die Richter bestätigten damit die Urteile aller Vorinstanzen.

Ein erwachsener ADS-Patient hatte auf  Übernahme der Kosten geklagt, muß aber weiterhin die Kosten für die Medikamte selbst tragen, obwohl er schon mit 19 Jahren mit Methylphenidat behandelt wurde. (monatliche Kosten ca.35-40 €).

In den ärztlichen Leitlinien zur Behandlung von Erwachsenen mit ADS/ADHS wird der Wirkstoff eindeutig als zu Zeit bestes Medikament empfohlen. Allerdings ist Methylphenidat in Deutschland ausschließlich für Kinder von den Krankenkassen  offiziell zugelassen.

Alle Präperate mit dem Wirkstoff Methylphenidat (Ritalin, Medikinet, Concerta, Stratera….) können in Deutschland bislang für Erwachsene nur im sogenannten “off-label-use” verordnet werden.

Die Richter entschieden, dass die Krankenkassen nicht verpflichtet werden dürfen, Präperate ohne Kassenzulassung zu übernehmen

Für die Verordnung von Medikamenten ohne Kassenzulassung (“off-label-use”) gelten strenge Vorschriften.

Die Verordnung muß vom Arzt fundiert begründet werden und es muß nachweislich eine Aussicht auf einen Behandlungserfolg geben.

Auch diese Vorraussetzungen sahen die Richter in diesem Fall nicht …..

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zur Homepage siehe auch: Verbreitung psychischer Erkrankungen

Geschrieben von Anja Lipok

Juli 24, 2009 um 04:03

ADS/ADHS | positive Eigenschaften

mit 3 Kommentaren

ADS-ler haben auch positive Eigenschaften

Durch die negativen Symptome von ADS/ADHS und die dadurch oft entstehenden Schwierigkeiten im Alltag wird leider die Aufmerksamkeit der Umwelt oft nur auf die Schwierigkeiten gelenkt.

Die Probleme stehen so im Vordergrund, dass die vielen positiven Eigenschaften von ADS-lern leider meist nicht oder nur selten wahrgenommen werden.

Dabei verfügen ADS-ler über eine Vielzahl wertvoller Eigenschaften und Fähigkeiten. Durch ein Umfeld, das den Raum für eine entsprechende Entwicklung läßt, sinnvolle Therapie und geziehlte Förderung wird es den Bertoffenen möglich, ihre Fähigkeiten in vollem Umfang zu nutzen. Sie können eine große Bereicherung für ihr Umfeld sein.

Bei der Erforschung von ADS/ADHS stoßen Therapeuten, Nervenärzte, Psychologen und Verhaltensforscher immer wieder auf Biografien bekannter Persönlichkeiten, bei denen deutliche Hinweise auf ADS/ADHS zu finden sind.

Man geht davon aus, das viele berühmte Persönlichkeiten aus der Vegangenheit ADSler waren

Sie wurden zu Lebzeiten als eigenartig, verrückt oder dumm beschimpft. Da die Symptome und Ursachen von ADS damals noch nicht bekannt und erforscht waren, wurden sie von der Gesellschaft ausgegrenzt und als „Sonderlinge“ und „Spinner“ bezeichnet.

Sie führten ein „Außenseiterdasein“, weil sie an ihre Ideen glaubten und sich davon abbringen lassen wollten. Ihre Genialität wure meist erst viel zu spät erkannt.

Unter ihnen waren.

  • begnadete Naturwissenschaftler

  • hervorragende Maler und Bildhauer

  • angagierte Politiker und Autoren

  • phantasievolle „Märchen- und Geschichtenerzähler

  • ………

Gerade diesen „Sonderlingen“ verdanken wir Errungenschaften, ohne die wir uns das Leben heute kaum noch vorstellen können. Wie zum Beispiel:

  • Flugzeuge, die Glühbirne, die Relativitätstheorie ……

  • „große“ Kunstwerke, wertvolle Literatur …..

  • wunderbare Märchen und Geschichten ….

  • …und Vieles mehr ……

Auch in der heutigen Zeit finden wir eine Reihe von bekannten Personen, die unter ADS/ADHS leiden und auch offen dazu stehen.

Sie sind:

  • erfolgreiche Schauspieler

  • herrausragende Sportler

  • ausgezeichnete  Autoren und Produzenten

…. um nur einige Beispiele zu nennen….

zur Homepage

Geschrieben von Anja Lipok

Juli 22, 2009 um 21:09

Wie äußert sich eine ADS/ADHS im Erwachsenenalter?

mit 2 Kommentaren

Bei ADS/ ADHS Erwachsenen stehen Konzentrationsschwierigkeiten und eine erhöhte Impulsivität im Vordergrund. Im Gegensatz dazu findet sich die Hyperaktivität, die im Kindes- und Jugendalter eines der häufigsten Symptome ist, im Erwachsenenalter wesentlich seltener.

Ihre Impulsivität kann Menschen mit ADS/ADHS zu Ungeduld, unüberlegten Entscheidungen, oder unkontrollierten Wutausbrüchen führen. Häufig haben sie große Schwierigkeiten, außerhalb ihrer Familie freundschaftliche Kontakte aufzubauen und aufrechtzuerhalten.

Da sie häufig nur wenig kompromissbereit sind und gerne Recht behalten wollen, kommt es immer wieder zu Konflikten mit ihren Mitmenschen. Zudem sind Unordnung und chaotische Organisation im beruflichen und privaten Bereich charakteristisch für die ADHS im Erwachsenenalter.

Aus dem unaufgeräumten Kinder- und Jugendzimmer wird die chaotische Wohnung und aus dem unordentlichen Schulpult der unorganisierte Schreibtisch. Begonnene Arbeiten werden nicht zu Ende geführt, aber es werden ständig neue in Angriff genommen. Die alltäglichen Erledigungen wie Wäsche waschen oder Einkaufen stellen die Betroffenen vor nahezu unlösbare Probleme.

Und bei der Kindererziehung fühlen sie sich schnell überfordert, insbesondere, wenn sie Kinder haben, die ebenfalls von einer ADHS betroffen sind. Aufgrund der vielen negativen Erfahrungen hat auch das Selbstwertgefühl bei Menschen mit ADHS häufig Schaden genommen.

In vielen Fällen kann die Erkrankung zu Stimmungsschwankungen bis hin zu einer depressiven Grundstimmung, die mit Antriebslosigkeit und Schlafstörungen verbunden ist, führen.

Geschrieben von Anja Lipok

Mai 31, 2009 um 17:08

ADS | ADHS bei Erwachsenen

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ADHS bei Erwachsenen

Bis vor wenigen Jahren glaubte man noch, dass es sich bei ADS/ ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) um eine Störung handelt, die nur im Kinder- und Jugendlichenalter vorkommt. Die Aufmerksamkeit richtete sich daher auf diese Altersgruppe. Man glaubte, ADHS “wachse” sich aus.

Heute weiß man, dass die ADHS nicht nur eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters ist, sondern in etwa ein bis zwei Drittel der Fälle auch im Erwachsenenalter fortbesteht.

Die Störung wird bei Erwachsenen jedoch leichter übersehen, weil die Symptome einer ADHS bei Erwachsenen sich von der bei Kindern unterscheiden.

Den Betroffenen ist häufig selbst nicht bewusst, dass es eine ADHS ist, die zu ihren Schwierigkeiten in Familie und Beruf beiträgt, und dass sie durch professionelle Hilfe ihre Situation ändern können.

In den meisten Fällen erfolgt eine Diagnosestellung erst dann, wenn die Konflikte mit den Ehepartnern oder Arbeitskollegen unlösbar werden oder sie Störung, die ja eine genetische Komponente hat, bei den Kindern der Betroffenen festgestellt wird.

Geschrieben von Anja Lipok

Mai 31, 2009 um 11:01